Blutgruppenernährung – ein persönlicher Erfahrungsbericht, kritisch betrachtet und praxisnah eingeordnet

Die Blutgruppenernährung polarisiert seit Jahren. Viele loben sie, andere kritisieren sie, und wissenschaftlich ist das Modell nicht umfassend bestätigt. Trotzdem bin ich nach meinen eigenen Tests und Auswertungen zu einer klaren Erkenntnis gekommen:
Wenn ich mich an den Leitlinien meiner Blutgruppe orientiere, deckt sich das erstaunlich gut mit den Empfehlungen aus DNA-Analysen und Blutwert-Tests.

Mit anderen Worten:
Was für meine Blutgruppe sinnvoll ist, ist oft auch das, was meine Genetik und mein aktueller Stoffwechselstatus bestätigen.
Darum verwende ich die Blutgruppenernährung nicht als starres Gesetz, sondern als fundierte Orientierung, die ich mit moderner Diagnostik abgleiche.

Im Folgenden beschreibe ich die Grundidee der Blutgruppenernährung und liste für alle Blutgruppen klare GO-, LOW-GO- und NO-GO-Kategorien auf.
Ziel: eine einfache Übersicht, die jeder für sich prüfen kann – ohne Dogma, ohne Übertreibung.


Einführung: Was sagt die Blutgruppenernährung überhaupt aus?

Die Blutgruppenernährung basiert auf der Annahme, dass jede Blutgruppe evolutionär in einer bestimmten Phase entstanden ist – und dadurch unterschiedliche Verdauungs- und Immunreaktionen auf bestimmte Lebensmittel entwickelt haben könnte.

Kurz zusammengefasst:

  • Blutgruppe 0 wird als „Jäger-Typ“ bezeichnet und soll tierisches Eiweiss besser verwerten als moderne Getreide.
  • Blutgruppe A gilt als „Gärtner-Typ“ und soll pflanzenbasierte Kost besser tolerieren.
  • Blutgruppe B („Nomaden-Typ“) zeigt eine breitere Toleranz, inklusive Milchprodukten.
  • Blutgruppe AB vereint Eigenschaften von A und B und gilt als Mischform.

Wichtig für mich ist nicht die Theorie dahinter, sondern die Beobachtung:
Viele Menschen reagieren tatsächlich unterschiedlich auf gewisse Lebensmittel.
Und bei mir selbst war die Übereinstimmung zwischen Blutgruppe, DNA-Ernährungstest und Laborwerten überraschend hoch.

Darum hier nun die Übersicht – differenziert, sachlich und ohne Übertreibung.


Blutgruppe 0 – Jäger-Typ

Tendenz: Eiweissreich, kohlenhydratarm, entzündungsarm.
Viele Personen mit Blutgruppe 0 fühlen sich mit klar strukturierter, proteinorientierter Ernährung am besten.

GO (sehr geeignet)

  • Fleisch: Rind, Lamm, Wild, Pute, Huhn
  • Fisch: Lachs, Makrele, Sardinen, Hering, Kabeljau
  • Eier
  • Gemüse: Brokkoli, Spinat, Grünkohl, Sellerie, Gurke, Zucchini, Mangold
  • Früchte in Massen: Beeren, Kirschen, Pflaumen
  • Fette: Olivenöl, Avocado, Walnüsse, Leinsamen

LOW-GO (gelegentlich, bewusst einsetzen)

  • Pseudogetreide: Quinoa, Buchweizen, Hirse
  • Wurzelgemüse: Karotten, Süsskartoffeln
  • Schaf-/Ziegenprodukte (fermentiert)
  • Mandeln, Haselnüsse

NO-GO (häufig problematisch)

  • Weizen und Weizenprodukte
  • Kuhmilchprodukte, v. a. Milch/Jogurt/Rahm
  • Mais
  • Zucker, Süssgetränke
  • Stark verarbeitete Fertigprodukte

Worauf Blutgruppe 0 achten sollte

  • Genügend Eiweiss
  • Wenig Getreide, besonders Weizen
  • Milchprodukte kritisch testen
  • Bewegung regelmässig einplanen

Blutgruppe A – Gärtner-Typ

Tendenz: pflanzenbetonte Kost, weniger rotes Fleisch.
Viele mit Blutgruppe A profitieren von ruhiger, pflanzenstarker Ernährung und geringerem Tierprotein-Anteil.

GO

  • Gemüse: Brokkoli, Karotten, Kürbis, Zwiebeln, Spinat, alle grünen Sorten
  • Früchte: Beeren, Äpfel, Birnen, Pflaumen
  • Pflanzliche Proteine: Tofu, Tempeh, Linsen (wenn verträglich), Kichererbsen
  • Fisch: Lachs, Forelle, Makrele
  • Getreide: Dinkel, Hirse, Hafer, Buchweizen
  • Fette: Olivenöl, Walnüsse, Mandeln

LOW-GO

  • Geflügel (Huhn/Pute)
  • Fermentierte Milchprodukte in kleinen Mengen
  • Eier in moderatem Umfang
  • Vollkorn insgesamt sparsam dosieren

NO-GO

  • Stark verarbeitete Fleischprodukte
  • Grosse Mengen Rind/Schwein
  • Zuckerreiche Produkte
  • Fertiggerichte mit vielen Zusatzstoffen

Worauf Blutgruppe A achten sollte

  • Pflanzenbasierte Basis
  • Tierisches Eiweiss ergänzend, nicht dominant
  • Darmverträglichkeit bei Hülsenfrüchten prüfen
  • Stressmanagement wichtig (typisch A-Thema)

Blutgruppe B – Nomaden-Typ

Tendenz: sehr flexibel, aber klare Problemzonen (v. a. Mais und Weizen).

GO

  • Fleisch: Lamm, Rind, Wild, Pute
  • Fisch: Lachs, Kabeljau, Schellfisch
  • Milchprodukte (naturnah): Joghurt, Kefir, Käse
  • Gemüse: alle Kohlarten, Karotten, Spinat, Sellerie
  • Getreide: Hafer, Hirse, Dinkel
  • Früchte: Ananas, Beeren, Trauben, Pflaumen

LOW-GO

  • Eier (regelmässig, moderat)
  • Nüsse: Walnüsse, Mandeln
  • Kartoffeln, Süsskartoffeln

NO-GO

  • Mais und Maisprodukte
  • Weizen
  • Erdnüsse, Sesam
  • Zucker, Fertiggerichte

Worauf Blutgruppe B achten sollte

  • Milchprodukte nur in naturnaher Form verwenden
  • Mais und Weizen konsequent testen/reduzieren
  • Mischform aus Kraft, Ausdauer und Alltagstraining ideal

Blutgruppe AB – Misch-Typ

Tendenz: ausgewogen, weder extrem noch einseitig.
Kombiniert Merkmale von A und B.

GO

  • Fleisch: Lamm, Pute, etwas Rind
  • Fisch: Lachs, Makrele, Sardinen
  • Milchprodukte: Joghurt, Kefir, manche Käsesorten
  • Gemüse: Brokkoli, Blumenkohl, Gurke, Sellerie, Spinat
  • Früchte: Beeren, Kirschen, Trauben
  • Getreide: Hafer, Dinkel, Reis

LOW-GO

  • Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen – je nach Verträglichkeit
  • Eier moderat
  • Vollkornprodukte in kontrollierter Menge

NO-GO

  • Stark verarbeitete Fleischprodukte
  • Zu viel Weizen
  • Mais, Erdnüsse
  • Zuckerreiche Produkte

Worauf Blutgruppe AB achten sollte

  • Ausgewogenheit statt Extremform
  • Kombination aus Gemüse, moderatem Fleisch/Fisch, etwas Milchprodukten
  • Stressmanagement zentral

Gemeinsame Leitlinien – unabhängig von der Blutgruppe

Egal ob 0, A, B oder AB:
Es gibt Grundregeln, die sich bei vielen Menschen als sinnvoll bestätigen – und die ich auch aus meiner eigenen Erfahrung und meinen Tests gesehen habe:

  • Zucker reduzieren: Heisshunger, Entzündung und Energietiefs sinken deutlich.
  • Verarbeitete Lebensmittel minimieren: weniger Chemie, weniger Fettfallen, weniger Darmstress.
  • Echte Lebensmittel bevorzugen: Gemüse, Fleisch/Fisch, Früchte in vernünftiger Menge, hochwertige Fette.
  • Individuelle Intoleranzen beobachten: Blutgruppe ist eine Orientierung – kein Dogma.
  • DNA- und Blutwerte einbeziehen: moderne Diagnostik schärft den Blick zusätzlich.

Für mich hat sich gezeigt:
Je konsequenter ich die Empfehlungen meiner Blutgruppe (0 negativ) mit meinen DNA- und Blutwerten kombiniere, desto stabiler ist meine Energie, desto weniger Entzündung verspüre ich und desto besser funktioniert mein Alltag mit Training, Stress und Regeneration.

Bild von Marc Baumann

Marc Baumann

Trainer & Inhaber

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